PDF drehen und speichern

Wähle die Seiten aus, die quer oder auf dem Kopf liegen, und dreh sie um 90° nach rechts, 180° oder 90° nach links. Die neue Ausrichtung wird in einer neuen PDF gespeichert, die du herunterlädst. Deine Originaldatei bleibt unverändert.

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Drehen und als neue Datei speichern

Das Werkzeug ändert nicht nur, wie deine PDF auf dem Bildschirm aussieht. Es schreibt die neue Ausrichtung in eine neue PDF-Datei, die du herunterlädst. Die Datei, die du ausgewählt hast, bleibt dabei unverändert.

  1. Klick auf „PDF auswählen“ und wähl eine PDF mit höchstens 50 MiB und 250 Seiten. In jedem Durchgang bearbeitest du eine Datei.
  2. Leg im Feld „Seiten“ fest, welche Seiten sich ändern sollen. Bleibt das Feld leer, wie es beim Öffnen ist, werden alle Seiten gedreht.
  3. Wähl die Drehung: 90° nach rechts ist voreingestellt, außerdem gibt es 180° und 90° nach links.
  4. Klick auf „Seiten drehen“ und sieh dir die Ergebnisvorschau an.
  5. Lade die neue PDF herunter und öffne die gespeicherte Datei danach noch einmal eigenständig, zum Beispiel in deinem gewohnten PDF-Programm.

Beispiel: Aus beispiel.pdf entsteht beispiel-gedreht.pdf. Steht die Seite in dieser heruntergeladenen Datei aufrecht, ist die Drehung gespeichert. Die Vorschau im Werkzeug zeigt dir das Ergebnis vorab. Was du verschickst oder druckst, ist aber die gespeicherte Datei, und genau die solltest du dir ansehen. Änderst du nach dem Drehen die Datei, die Seitenauswahl oder die Drehung, verfällt das bisherige Ergebnis. Starte dann einfach noch einmal.

Ansicht drehen und Datei ändern

Viele PDF-Programme haben einen Befehl wie „Ansicht drehen“. Er dreht die Darstellung auf deinem Bildschirm, damit du bequemer lesen kannst. Ob davon beim Speichern etwas in der Datei ankommt, hängt vom Programm und seinen Einstellungen ab. Deshalb kann eine PDF im Viewer richtig aussehen und nach dem Speichern oder auf einem anderen Gerät trotzdem wieder quer liegen.

Hier wird dagegen die Ausrichtung der Seite selbst in der neuen PDF festgehalten. Prüf trotzdem die heruntergeladene Datei, nicht das Original und auch nicht ein Fenster, das noch von vorher offen ist. Nur in der gespeicherten Kopie siehst du, was du tatsächlich weitergibst.

Beispiel: Du hast eine querliegende Seite im Viewer mit „Ansicht drehen“ aufgerichtet. Nach dem erneuten Öffnen liegt sie wieder quer, denn gedreht war nur die Ansicht. Drehst du die Seite hier, lädst die neue PDF herunter und öffnest sie erneut, steht die Seite aufrecht. Dann ist die Ausrichtung in der Datei gespeichert.

Einzelne Seiten oder das ganze Dokument

Solange das Feld „Seiten“ leer ist, wie beim Öffnen des Werkzeugs, gilt die Drehung für alle Seiten. Möchtest du nur bestimmte Seiten drehen, trag ihre Position ein, etwa 2. Mehrere Seiten trennst du mit Kommas. Aufeinanderfolgende Seiten fasst du mit einem Bindestrich zu einem Bereich zusammen, von der kleineren zur größeren Zahl: 1, 3-5 dreht die Seiten 1, 3, 4 und 5. Gerade bei langen Dokumenten geht das schneller, als jede Seite einzeln unter „Seiten mit Klick auswählen“ anzuklicken. Jede Seite darf nur einmal vorkommen. Nennst du eine Seite doppelt oder eine Nummer, die es in deiner PDF nicht gibt, nimmt das Werkzeug die Eingabe nicht an. Alle Seiten, die du nicht auswählst, behalten ihre bisherige Ausrichtung.

„Auswahl leeren“ bedeutet dagegen: keine Seite ist ausgewählt. Das Werkzeug dreht in diesem Fall nicht einfach alle Seiten. Es startet erst, wenn du wieder mindestens eine Seite markierst oder auf „Alle auswählen“ klickst. Löschst du die Eingabe im Feld selbst per Tastatur, kann das leere Feld wieder für alle Seiten stehen. Schau dir deshalb vor dem Klick auf „Seiten drehen“ kurz an, was gerade markiert ist.

Die Nummern zählen die Seiten in der Reihenfolge, in der sie in der Datei stehen. Aufgedruckte Seitenzahlen spielen dabei keine Rolle. Beispiel: Beginnt dein Dokument mit einem Deckblatt und einem Inhaltsverzeichnis ohne Nummer, ist die Seite mit der aufgedruckten 1 in der Datei die dritte Seite. Du wählst also 3.

Beispiel: PDF mit drei Seiten, nur Seite 2 liegt quer. Auswahl 2, Drehung 90° nach rechts
SeiteVorherAusgewähltNachher
1aufrechtneinunverändert aufrecht
2quer, Oberkante zeigt nach linksjaaufrecht
3aufrechtneinunverändert aufrecht

Die passende Drehung wählen

Richte dich nach dem, was du gerade auf der Seite siehst. Die gewählte Drehung legt keine feste Endlage fest. Sie dreht die Seite von ihrer jetzigen Lage aus weiter, und zwar alle ausgewählten Seiten um denselben Betrag.

Welche Auswahl zu welcher Seitenlage passt
So sieht die Seite ausPassende AuswahlEntspricht im Uhrzeigersinn
Oberkante zeigt nach links, Text läuft von unten nach oben90° nach rechts90°
Oberkante zeigt nach rechts, Text läuft von oben nach unten90° nach links270°
Seite steht auf dem Kopf180°180°

90° nach links ist dasselbe wie 270° im Uhrzeigersinn. In der Datei wird die neue Lage so berechnet: bisherige Drehung plus gewählte Drehung. Ab 360° beginnt die Zählung wieder bei 0°.

Rechenbeispiel mit einer erzeugten Beispiel-PDF aus zwei Seiten, nur Seite 2 ausgewählt, Drehung 90° nach links
SeiteGespeicherte Drehung vorherAusgewähltRechnungGespeicherte Drehung nachher
10°neinkeine Änderung0°
290°ja90° + 270° = 360°, also 0°0°

Seite 2 steht danach richtig, Seite 1 bleibt, wie sie war. Hätte Seite 2 vorher bei 0° gelegen, ergäbe dieselbe Auswahl 0° + 270° = 270°, und die Seite läge danach quer. Darum zählt die Lage, die du vor dir siehst, und keine Zielzahl.

Verschiedene Richtungen in einer PDF

Pro Durchgang gilt eine Drehung für alle ausgewählten Seiten. Brauchst du unterschiedliche Richtungen, etwa Seite 2 nach rechts und Seite 5 nach links, geh in zwei Schritten vor: Dreh zuerst Seite 2, lade die neue PDF herunter und wähl anschließend genau diese heruntergeladene Datei aus, um Seite 5 zu drehen.

Achte dabei darauf, welche Datei du auswählst. Nimmst du eine bereits gedrehte PDF und drehst dieselbe Seite noch einmal, kommt die Drehung hinzu: Zweimal 90° nach rechts ergibt 180°. Wählst du dagegen wieder das unveränderte Original, wird die Seite nur einmal gedreht, egal wie oft du das wiederholst.

Ergebnis und Inhalt prüfen

Beim Drehen ändert das Werkzeug die gespeicherte Ausrichtung der Seiten. Die Seiten werden dafür weder in JPG-Bilder umgewandelt noch absichtlich neu komprimiert. Diese Drehung bringt also keinen beabsichtigten Qualitätsverlust mit sich.

Gedreht wird immer die ganze Seite. Ein Foto auf der Seite wird nicht gespiegelt, nichts wird zugeschnitten, es kommen keine Ränder hinzu, und Papierformat und Pixel bleiben, wie sie sind. Eine Texterkennung findet ebenfalls nicht statt. Ein kurzer Blick in die gespeicherte Datei lohnt sich trotzdem:

  • Läuft der Text auf jeder geänderten Seite in der richtigen Leserichtung?
  • Stehen die Seiten noch in der gewohnten Reihenfolge?
  • Ist der Inhalt jeder Seite vollständig zu sehen?
  • Sind Kommentare, Markierungen und Links noch an ihrem Platz? Enthält deine PDF solche Elemente, weist dich das Werkzeug darauf hin.

Beispiel: In einer gescannten Mappe stand Seite 4 auf dem Kopf. Nach der Drehung um 180° öffnest du die gespeicherte PDF und prüfst: Steht Seite 4 richtig, folgen die Seiten 3, 4 und 5 weiterhin aufeinander, und ist die Markierung auf Seite 4 noch zu sehen? Dann ist die Kopie bereit.

Willst du die PDF ausdrucken, öffne die gespeicherte Datei und sieh dir die Druckvorschau an. Das Werkzeug stellt keinen Querdruck ein. Hoch- oder Querformat und die Anpassung an das Papier legst du im Druckdialog fest, und das Ergebnis kann je nach Programm und Drucker unterschiedlich ausfallen.

Wenn alles richtig herum liegt, kannst du weitermachen: unnötige Seiten entfernen, mehrere ausgerichtete PDFs verbinden oder die PDF anschließend verkleinern, falls sie für den Versand zu groß ist. Die Drehung allein ist kein Weg, eine Datei kleiner zu machen.

Häufige Fragen zu Drehung und Grenzen

Leicht schiefe Scans

Eine leicht schief eingescannte Seite lässt sich hier nicht gerade richten. Das Werkzeug dreht nur um 90°, 180° oder 270°. Eine Seite, die beim Scannen um etwa 5° verrutscht ist, bleibt nach jeder dieser Drehungen um genau diese 5° schief. Einen frei wählbaren Winkel oder ein automatisches Geraderichten gibt es nicht. Für eine solche Vorlage hilft ein neuer, gerader Scan oder ein anderes Programm, das Geraderichten ausdrücklich anbietet.

Liegen fotografierte Seiten dagegen nur quer oder auf dem Kopf, passt dieses Werkzeug. Hast du noch einzelne Bilder statt einer PDF, kannst du die Handyfotos zuerst als PDF speichern und einzelne Seiten danach hier um 90° oder 180° drehen.

Nicht unterstützte Dokumente

Manche PDFs enthalten Funktionen, die beim Ändern von Seiten beschädigt werden oder ihre Gültigkeit verlieren könnten. Solche Dateien lehnt das Werkzeug ab, statt sie zu verändern:

  • digital signierte oder zertifizierte PDFs
  • passwortgeschützte oder verschlüsselte PDFs
  • PDFs mit ausfüllbaren Formularfeldern
  • PDF-Portfolios und PDFs mit eingebetteten Dateien
  • PDFs mit Ebenen

Das Werkzeug entfernt keine Passwörter und kann eine digitale Signatur nicht gültig erhalten. Du brauchst eine normale, ungeschützte Fassung der PDF, die du bearbeiten darfst. Eine eingescannte Unterschrift, die nur als Bild auf der Seite steht, ist keine digitale Signatur in diesem Sinn und führt allein nicht zur Ablehnung. Ob ein gedrehtes Dokument für deinen Zweck rechtlich gültig bleibt, kann das Werkzeug allerdings nicht beurteilen.

Mehrere PDFs auf einmal

In jedem Durchgang drehst du die Seiten einer einzigen PDF mit bis zu 50 MiB und 250 Seiten. Die gedrehte Datei darf höchstens 100 MiB groß werden. Für weitere Dateien wählst du nach dem Herunterladen einfach die nächste PDF aus. Sollen in derselben PDF einige Seiten anders gedreht werden als andere, wählst du die gespeicherte Datei für einen zweiten Durchgang erneut aus. Das klappt hier wie in den anderen Werkzeugen nur bis 50 MiB pro Datei. Drehen macht eine PDF nicht verlässlich kleiner, also prüf vorher die Größe der gespeicherten Datei. Liegt sie darüber, bearbeitest du sie mit einem passenden PDF-Programm auf deinem Gerät weiter.

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