Pixel, Druckgröße oder Auflösung: Rechenart wählen
Jede Rechnung verbindet drei Größen: Pixel, physische Maße und Auflösung. Zwei davon kennst du, die dritte ergibt sich. Wähle oben die Richtung, die zu deinen bekannten Werten passt:
- Pixel aus Druckmaß und PPI: Du weißt, wie groß gedruckt werden soll, etwa DIN A4, und mit welcher Auflösung. Der Rechner nennt die nötige Pixelbreite und -höhe.
- Druckgröße aus Pixeln und PPI: Du kennst die Pixelmaße deines Bildes oder Scans und eine Auflösung. Heraus kommen Breite und Höhe in Zentimetern, Millimetern und Zoll.
- Auflösung aus Pixeln und Druckmaß: Bild und Zielformat stehen fest. Der Rechner zeigt die PPI für Breite und Höhe getrennt und nennt den niedrigeren Wert als effektive Auflösung.
Für die Maße kannst du DIN A4, A5, A3 oder US-Letter wählen oder eigene Werte eintragen und zwischen Hochformat und Querformat wechseln. Dezimalzahlen gibst du mit Komma oder Punkt ein, zum Beispiel 29,7.
Gesucht wird meist nach einem DPI-Rechner. Rechnerisch geht es hier aber um PPI, also Bildpixel pro Zoll (Pixels per Inch). Im Alltag werden beide Begriffe oft gleich verwendet; warum die Unterscheidung beim Druck hilft, erfährst du weiter unten. Der Rechner arbeitet ausschließlich mit den Zahlen, die du eingibst. Er öffnet keine Bilddatei, liest keine gespeicherte DPI-Angabe aus und schreibt auch keine neue hinein. Die Pixelmaße deines Bildes findest du zum Beispiel in den Dateieigenschaften oder in deinem Bildprogramm.
Druckmaße und Pixel Schritt für Schritt vergleichen
Ein Pixel hat keine feste Größe in Zentimetern. Erst die Auflösung legt fest, wie viele Pixel auf einen Zoll kommen, und ein Zoll misst genau 2,54 cm. Gerechnet wird jede Achse für sich, Breite und Höhe also getrennt.
Beispiel: dasselbe Bild mit 150 und 300 PPI
Angenommen, ein Foto hat 3.000 × 2.000 Pixel. Bei 300 PPI ergibt die Breite 3.000 ÷ 300 × 2,54 = 25,4 cm und die Höhe 2.000 ÷ 300 × 2,54 = 16,93 cm (genau 16,9333…). Mit 150 PPI verteilst du dieselben Pixel auf die doppelte Strecke und landest bei 50,8 × 33,87 cm.
Halbierst du die PPI, verdoppelt sich jede Seitenlänge, und die Fläche wird viermal so groß. Die Pixelzahl bleibt dabei unverändert. Es kommen keine Details hinzu, jedes Pixel wird im größeren Druck nur breiter. Umgekehrt macht eine höhere PPI-Zahl den Druck kleiner, das Bild selbst aber nicht schärfer.
Pixel für DIN A4 und andere Formate
In der Gegenrichtung rechnest du Zentimeter in Pixel um. Die Tabelle zeigt die Werte bei 300 PPI im Hochformat, so wie der Rechner sie auf ganze Pixel rundet. 300 PPI dient hier als Rechenbeispiel, nicht als Pflichtvorgabe. Im Querformat tauschen Breite und Höhe einfach die Plätze.
Die Formate entsprechen den reinen Endmaßen des Blattes. Beschnittzugabe, Ränder oder Sicherheitsabstände, die eine Druckerei verlangen kann, sind nicht eingerechnet. Trage dafür die Maße als eigene Werte ein, die dir die Druckerei nennt.
Auch beim Scannen hilft die Rechnung. Erfasst du eine volle A4-Seite mit 300 dpi, entsteht rechnerisch ein Bild von etwa 2.480 × 3.508 Pixeln. Mit 150 dpi wären es etwa 1.240 × 1.754 Pixel: halb so viele pro Achse und nur ein Viertel der Pixel insgesamt.
PPI für Bilder, DPI für Druckpunkte
PPI beschreibt dein Bild: wie viele Bildpixel auf einem Zoll Druckstrecke liegen. DPI (Dots per Inch) beschreibt ursprünglich ein Gerät, etwa wie viele Farbpunkte ein Drucker pro Zoll setzen kann. Ein Drucker kann ein einzelnes Bildpixel aus mehreren Druckpunkten zusammensetzen. Eine hohe DPI-Angabe im Datenblatt des Druckers sagt deshalb nichts darüber, wie viele Pixel dein Bild hat, und das Gerät fügt auch keine Bildinformation hinzu.
Beim Scanner heißt die Einstellung meist dpi. Gemeint ist dort, wie viele Bildpixel pro Zoll der Vorlage erfasst werden, also genau das, was dieser Rechner als PPI behandelt.
300 PPI taucht oft als Richtwert für Drucke auf und dient auf dieser Seite als Beispiel. Eine allgemeingültige Grenze, ab der jeder Druck scharf wird, gibt es aber nicht. Maßgeblich ist, was die Druckerei, der Fotoservice oder dein Auftrag verlangt. Diese Vorgabe trägst du als Ziel-PPI ein.
Bei PDFs lohnt sich ein zweiter Blick. Eine PDF-Datei kann Text und Grafiken als Vektoren enthalten, die sich ohne feste Pixelzahl skalieren lassen, und daneben eingebettete Rasterbilder wie Fotos oder Scans. Für diese Bilder gilt dieselbe Rechnung wie oben. Das PDF-Format allein macht einen Druck also weder automatisch scharf noch auflösungsunabhängig.
Reicht mein Bild für ein Poster?
Wähle die Rechenart Auflösung und trage die Pixelmaße deines Originalbildes sowie das Postermaß ein. Ein angenommenes Beispiel: Ein Bild mit 4.000 × 6.000 Pixeln auf einem Poster von 61 × 91,5 cm ergibt auf beiden Achsen rund 166,56 PPI (4.000 ÷ 61 × 2,54). Weil Bild und Poster dasselbe Seitenverhältnis von 2:3 haben, stimmen beide Werte überein.
Ob dieser Wert für das Poster genügt, beantwortet die Zahl allein nicht. Wie scharf das Ausgangsbild ist, aus welcher Entfernung das Poster betrachtet wird, das Material und der Druckablauf spielen mit. Frag deshalb beim Druckdienstleister nach seiner Anforderung und vergleiche sie mit deinem Ergebnis. Liegt dein Wert deutlich darunter, hilft auch eine nachträglich höher eingetragene PPI-Angabe nicht weiter, denn dafür fehlen echte Bildpixel.
Rundung und Seitenverhältnis richtig lesen
Pixel sind ganze Einheiten, die Formeln liefern aber meist Kommazahlen. Der Rechner rundet auf die nächste ganze Zahl, also auf- oder abwärts, je nachdem, was näher liegt. Bei DIN A4 mit 300 PPI siehst du, was das bedeutet:
Für die meisten Planungen fällt ein Pixel kaum ins Gewicht. Verlangt eine Vorgabe aber ausdrücklich mindestens 300 PPI, reichen 2.480 × 3.508 Pixel in der Breite knapp nicht. Dann rundest du den ungerundeten Wert selbst auf und planst mit 2.481 × 3.508 Pixeln. Der Rechner zeigt die gerundete Zahl, nicht diesen strengen Mindestwert. Prüfe deshalb im Zweifel die genaue Formulierung der Produktionsvorgabe.
Warum Breite und Höhe unterschiedliche PPI zeigen
In der Rechenart Auflösung bestimmt der Rechner die PPI für jede Achse getrennt. Passen Bild und Zielformat im Seitenverhältnis nicht zusammen, entstehen zwei verschiedene Werte. Ein Beispiel: Das Foto mit 3.000 × 2.000 Pixeln im Verhältnis 3:2 soll auf ein quadratisches Format von 30 × 30 cm.
- Breite: 3.000 ÷ 30 × 2,54 = 254 PPI
- Höhe: 2.000 ÷ 30 × 2,54 = 169,33 PPI
Als effektive Auflösung nennt der Rechner den niedrigeren Wert, hier 169,33 PPI, denn die Achse mit den wenigsten Pixeln pro Zoll begrenzt das Ergebnis. Weichen beide Werte um mehr als 1 % voneinander ab, erscheint zusätzlich ein Hinweis, das Seitenverhältnis zu prüfen. Würdest du das Bild einfach auf 30 × 30 cm ziehen, wäre es verzerrt. Der Rechner schneidet nichts zu, streckt nichts und passt das Format nicht selbstständig an.
Dir bleiben zwei saubere Wege. Entweder du wählst ein Zielmaß im selben Verhältnis: Bei 30 × 20 cm ergeben beide Achsen 254 PPI. Oder du schneidest das Bild vorher in einem Bildprogramm auf 1:1 zu und rechnest mit den neuen Pixelmaßen, etwa 2.000 × 2.000 Pixel. Dann liegen auf 30 × 30 cm beide Achsen bei 169,33 PPI.
Vom Rechenwert zum passenden PDF-Werkzeug
Der Rechner liefert Zahlen für die Planung, an deinen Dateien ändert er nichts. Auch wenn du in einer Bilddatei nur die gespeicherte DPI- oder PPI-Angabe änderst, bleibt die Pixelzahl gleich. Es ändert sich lediglich die vorgesehene Druckgröße. Mehr oder weniger Pixel entstehen erst durch Neuberechnen (Resampling) in einem Bildprogramm, und das ist ein eigener Arbeitsschritt mit eigenen Folgen für die Bildqualität.
Ebenso wenig lässt sich aus einer PPI-Zahl die genaue Größe eines PDFs ableiten. Mehr Pixel bedeuten zwar möglicherweise mehr Bilddaten. Wie viele Bytes die Datei am Ende hat, hängt aber auch vom Bildinhalt, von der Kompression und von den übrigen Inhalten der Seiten ab.
Je nachdem, was du mit deinem Ergebnis vorhast, geht es so weiter:
- Fotos oder Scans zu einem Dokument zusammenstellen: Bilder als PDF speichern
- Seiten eines PDFs als Bilddateien ausgeben und dabei die Auflösung festlegen: PDF-Seiten als JPG oder PNG exportieren
- Eine fertige Datei tatsächlich kleiner machen, etwa für eine E-Mail oder ein Uploadformular: PDF-Dateigröße reduzieren