PDF komprimieren mit Signaturen und Formularen: Was darf verändert werden?

Eine digitale Signatur sichert den Inhalt einer PDF über eine digitale ID ab, und Komprimieren schreibt die Datei neu, was diese Signatur ungültig machen kann. Prüfe deshalb zuerst, ob deine PDF digital signiert ist, nur ein Unterschriftsbild trägt oder ein leeres Signaturfeld hat.

Bildunterschrift oder digitale Signatur?

Was steckt in deiner PDF?

Wähle, was du über deine Datei sicher weißt. Die Auswahl zeigt, welche Werkzeuggrenzen dafür gelten.

Die Auswahl untersucht deine Datei nicht und bestätigt weder Eignung noch Gültigkeit. Das Aussehen allein ordnet keine Signatur ein.

Fünf Fälle im Überblick

  • Digital signiert
  • Unterschriftsbild
  • Leeres Signaturfeld
  • Ausfüllbares Formular
  • Weiß ich nicht

Digitale Signatur oder Zertifizierung

Kompressor und Seitenwerkzeuge weisen eine ausgefüllte digitale Signatur oder Zertifizierung ab und schreiben die Datei nicht neu. Bewahre das signierte Original auf und bitte die ausstellende oder berechtigte Stelle um eine unsignierte Fassung oder einen vorgesehenen Ablauf.

  1. Signatur eingetragen

    Die Signaturliste zeigt einen Eintrag.

  2. Werkzeuge weisen ab

    Die Datei wird nicht umgeschrieben.

  3. Unsignierte Fassung anfragen

    Frag bei der ausstellenden Stelle nach.

Werkzeuggrenzen
PDF komprimieren
Abgewiesen, die Datei wird nicht neu geschrieben.
Seitenwerkzeuge
Abgewiesen, genau wie beim Kompressor.
Kurz prüfen
  • Hast du das signierte Original unverändert aufbewahrt?
  • Hast du die Stelle, die das Dokument erstellt oder signiert hat, um eine unsignierte Fassung gebeten?

Die Ablehnung prüft weder Zertifikat noch Gültigkeit oder Rechtswirkung, und eine Umgehung gibt es nicht.

Sichtbare Unterschrift ohne Zertifikat

Ein gezeichnetes, getipptes oder eingefügtes Unterschriftsbild ist für sich keine digitale Signatur. Die PDF kann trotzdem an anderer Stelle eine Signatur, Zertifizierung oder Formularfelder enthalten, die über die Verarbeitung entscheiden.

  1. Bild sichtbar

    Die Unterschrift erscheint auf der Seite.

  2. Signaturliste prüfen

    Dort steht, ob die Datei digital signiert ist.

  3. Kopie prüfen

    Kontrolliere Bild und Funktionen in der gespeicherten Datei.

Werkzeuggrenzen
PDF komprimieren
Kann infrage kommen, wenn keine andere Prüfung die Datei abweist.
Seitenwerkzeuge
Nur ohne interaktive Formularfelder, XFA, eingebettete Dateien und optionale Ebenen.
Kurz prüfen
  • Zeigt die Signaturliste deines PDF-Programms weder eine Signatur noch eine Zertifizierung?
  • Ist das Unterschriftsbild in der gespeicherten Kopie vollständig und gut erkennbar?

Das Bild belegt weder, wer unterschrieben hat, noch dass eine Verarbeitung erlaubt ist.

Unsigniertes, leeres Signaturfeld

Ein wirklich leeres Signaturfeld ist ein interaktives Formularfeld. Der Kompressor behandelt es wie ein gewöhnliches Formularfeld, die Seitenwerkzeuge weisen die Datei ab, und keines der Werkzeuge macht Felder flach.

  • Feld ohne Signatur

    Das Feld wartet noch auf eine Signatur.

  • Wie ein Formularfeld

    Der Kompressor kann es verarbeiten.

  • Seitenwerkzeuge lehnen ab

    Zusammenfügen oder Teilen weisen die Datei ab.

Werkzeuggrenzen
PDF komprimieren
Verarbeitet wie ein gewöhnliches Formularfeld, wenn keine andere Prüfung dagegen spricht.
Seitenwerkzeuge
Abgewiesen, weil es ein interaktives Formularfeld ist.
Kurz prüfen
  • Enthält die Datei auch an keiner anderen Stelle eine Signatur oder Zertifizierung?
  • Verhält sich das Feld in der gespeicherten, erneut geöffneten Kopie wie benötigt?

Gleiche Feldanzahlen belegen nicht, dass Bedeutung und Verhalten erhalten sind.

Gewöhnliche Formularfelder

Der Kompressor kann unsignierte AcroForm-Felder verarbeiten, wenn die übrigen Prüfungen passen. Dabei vergleicht er die Anzahl von Seiten, Feldern und Links sowie das Vorhandensein von Tags. Berechnungen, Aktionen, Skripte und XFA sind damit nicht zugesichert, deshalb testest du sie in einer gespeicherten Kopie.

  1. Felder vorhanden

    Die PDF enthält ausfüllbare Felder.

  2. Anzahl wird verglichen

    Seiten, Felder und Links müssen übereinstimmen.

  3. Funktion selbst testen

    Ändere ein Testfeld, speichere separat und öffne erneut.

Werkzeuggrenzen
PDF komprimieren
Verarbeitet, wenn die übrige Datei geeignet ist. Für XFA gibt es keine zugesicherte Unterstützung.
Seitenwerkzeuge
Abgewiesen bei interaktiven Formularfeldern oder XFA.
Kurz prüfen
  • Hast du ein Testfeld geändert, eine separate Kopie gespeichert und erneut geöffnet?
  • Funktionieren benötigte Berechnungen oder Aktionen in dieser Kopie?

Felder werden nicht automatisch flach gemacht, und gleiche Anzahlen belegen keine erhaltene Funktion.

Noch unklar, was enthalten ist

Deine Auswahl ist keine Dateiprüfung, und das Aussehen allein ordnet weder eine Signatur noch ein Formular ein. Sieh vorher in einem geeigneten PDF-Programm in der Signaturliste nach und lies die tatsächlichen Meldungen.

  1. Zustand unklar

    Das Aussehen allein reicht zur Einordnung nicht.

  2. Signaturliste öffnen

    Sieh in einem geeigneten PDF-Programm nach.

  3. Dann Fall wählen

    Mach erst mit gesichertem Wissen weiter.

Werkzeuggrenzen
PDF komprimieren
Weist erkannte Signaturen, Zertifizierungen und Verschlüsselung ab. Die Auswahl hier ersetzt diese Prüfung nicht.
Seitenwerkzeuge
Weisen zusätzlich interaktive Formularfelder, XFA, eingebettete Dateien und optionale Ebenen ab.
Kurz prüfen
  • Hast du die Signaturliste in deinem PDF-Programm geöffnet?
  • Ist dir eine Signatur bekannt? Dann verarbeite die Datei nicht, auch wenn das Werkzeug sie annimmt.

Diese Hilfe sagt nichts über die Annahme beim Empfänger oder die Sicherheit deiner Datei aus.

Die Auswahl erklärt nur Fälle: Sie liest keine Datei, lädt nichts hoch und merkt sich nichts.

Hinter dem Wort Unterschrift stecken in einer PDF drei verschiedene Dinge. Eine gezeichnete, getippte, eingescannte oder als Bild eingefügte Unterschrift ist zunächst eine sichtbare Markierung. Je nach Programm, mit dem sie entstanden ist, wird sie als Text, als Grafik oder Bild oder als Anmerkung gespeichert. Von außen siehst du das meist nicht. Für die Frage nach einer digitalen Signatur ist es auch nicht entscheidend, denn die Markierung selbst ist keine zertifikatsbasierte Signatur, die dein PDF-Programm überprüfen könnte. Viele Werkzeuge zum Unterschreiben erzeugen solche Markierungen, etwa die Funktion zum Ausfüllen und Unterschreiben, die Adobe beschreibt (Adobe: Dokumente ausfüllen und unterschreiben).

Eine digitale Signatur entsteht dagegen mit einer digitalen ID: einem privaten Signaturschlüssel und einem Zertifikat, mit dem andere die Signatur überprüfen können. Sie ist eine Funktion der Datei, nicht des Seitenbilds. Adobe unterscheidet dabei Genehmigungssignaturen von Zertifizierungen, die festlegen, welche späteren Änderungen erlaubt sind. Eine Zertifizierung kann sichtbar oder völlig unsichtbar sein (Adobe: Überblick über digitale Signaturen).

Der dritte Zustand ist ein leeres Signaturfeld. Es ist ein Formularfeld, das für eine spätere digitale Signatur vorgesehen ist, aber noch keine enthält. Solange darin niemand signiert hat, steckt in diesem Feld nichts, was gültig oder ungültig sein könnte. Das gilt allerdings nur für das Feld selbst: Enthält die Datei an anderer Stelle eine ausgefüllte Signatur oder eine unsichtbare Zertifizierung, ist sie trotzdem signiert und wird von unseren Werkzeugen abgewiesen.

Drei Zustände, die in einer PDF nach Unterschrift aussehen können
ZustandWas es technisch istWoran du es erkennstWas das beim Verkleinern bedeutet
Sichtbare Unterschrift ohne Zertifikat (gezeichnet, getippt, eingescannt oder als Bild eingefügt)Sichtbare Markierung, je nach Programm als Text, Grafik, Bild oder Anmerkung gespeichert; selbst keine digitale SignaturDie Unterschrift ist sichtbar, im Signaturbereich deines PDF-Programms steht aber keine SignaturDie Markierung selbst kann nicht ungültig werden, weil sie keine digitale Signatur ist. Ob die Datei verarbeitet wird, hängt von ihren übrigen Merkmalen ab, etwa einer digitalen Signatur oder Zertifizierung an anderer Stelle
Leeres SignaturfeldUnsigniertes Formularfeld, das auf eine digitale Signatur wartetEin Feld zum Signieren ist vorhanden, im Signaturbereich steht aber keine abgeschlossene SignaturDer Kompressor behandelt es wie ein gewöhnliches Formularfeld; die Seitenwerkzeuge weisen die Datei ab
Digitale Signatur oder ZertifizierungKryptografische Signatur mit digitaler ID und Zertifikat, sichtbar oder unsichtbarEintrag im Signaturbereich mit Validierungsstatus und ZertifikatsdetailsKompressor und Seitenwerkzeuge weisen die Datei ab; sie wird nicht neu geschrieben

Das Aussehen allein beweist also nichts. Ein Unterschriftsbild kann einer sichtbaren digitalen Signatur zum Verwechseln ähnlich sehen, und eine Zertifizierung kann ganz ohne sichtbares Zeichen in der Datei stecken. Ob eine digitale Signatur vorhanden und gültig ist, zeigt dir dein PDF-Programm: Öffne die Signaturliste und lies den Validierungsstatus, die Zertifikatseigenschaften und gegebenenfalls den Zeitstempel (Adobe: Digitale Signaturen überprüfen).

Eine eingescannte Unterschrift ist damit keine digitale Signatur, auch wenn sie an der richtigen Stelle unter dem Dokument steht. Sie zeigt, wie unterschrieben wurde, belegt aber weder die Identität der Person noch, dass der Inhalt seitdem unverändert ist.

Warum unser Tool signierte Dateien abweist

Eine digitale Signatur bezieht sich auf genau festgelegte Byte-Bereiche der Datei. Beim Komprimieren werden Objekte und Datenströme neu geordnet und neu geschrieben. Dieser Ablauf kann deshalb nicht zusichern, dass die Signatur danach noch zu den Bytes passt, die einmal signiert wurden. Statt eine signierte PDF trotzdem umzuschreiben, untersucht der Kompressor die Dateistruktur vor der Verarbeitung und lehnt die Datei ab, sobald er Signaturmerkmale findet.

Wird deine digitale Signatur nach dem Komprimieren also gültig bleiben? Darauf gibt es hier keine Zusage, und genau deshalb wird eine signierte Datei gar nicht erst komprimiert. Manche Programme erlauben nach dem Signieren bestimmte Änderungen, etwa wenn eine Zertifizierung sie ausdrücklich zulässt. Eine vollständige Neuschreibung der Datei, wie sie beim Komprimieren entsteht, gehört nicht zu dem, was dieser Ablauf absichern kann.

Was zur Ablehnung führt

  • eine ausgefüllte Signatur in einem Signaturfeld, auch wenn das Feld seinen Typ von einem übergeordneten Feld erbt
  • Signaturobjekte und signierte Byte-Bereiche, auch wenn optionale Kennzeichnungen in der Datei fehlen
  • Zertifizierungen und Signaturen für erweiterte Nutzungsrechte, die spätere Änderungen regeln
  • verschlüsselte oder passwortgeschützte PDFs
  • Dateien, deren Struktur schon beim Einlesen Warnungen auslöst

Die Ablehnung ist keine Aussage darüber, ob deine Signatur gültig, vertrauenswürdig oder rechtlich ausreichend ist. Das Werkzeug prüft weder Zertifikate noch deren Sperrstatus, es erkennt nur, dass die Datei Signaturmerkmale enthält. Deine ausgewählte Datei wird dabei weder verändert noch überschrieben, und eine Option, die Prüfung zu umgehen, gibt es bewusst nicht. Welche weiteren Grenzen gelten und wie die Werkzeuge mit deinen Dateien umgehen, findest du unter Dokumentgrenzen vor Verarbeitung prüfen.

Kurz prüfen, bevor du es erneut versuchst

  • Öffne die Originaldatei in deinem PDF-Programm und sieh in der Signaturliste nach, ob dort eine Signatur oder Zertifizierung eingetragen ist.
  • Steht dort eine Signatur, ist die Ablehnung erwartbar. Weiter geht es mit einer unsignierten Fassung, wie im letzten Abschnitt beschrieben.
  • Ist die Datei verschlüsselt, brauchst du eine ungeschützte Fassung von der Stelle, die sie erstellt hat. Das Tool entsperrt keine Dateien.
  • Weißt du, dass das Dokument signiert ist, und das Tool lehnt es trotzdem nicht ab, verarbeite es nicht. XML-Signaturen in XFA-Formularen gehören nicht ausdrücklich zu den geprüften Merkmalen.

Formulare: Kompressor und Seitenwerkzeuge haben verschiedene Grenzen

Ein ausfüllbares Formular besteht aus mehr als dem, was du auf der Seite siehst. Hinter jedem Feld stehen gespeicherte Angaben wie Name, Wert und Darstellung, oft auch Formatregeln, Berechnungen oder Skripte. Klassische PDF-Formulare heißen AcroForm. XFA ist ein weiteres, XML-basiertes Formularformat.

Der Kompressor optimiert Objekte und Datenströme und lässt Seiten und Felder dabei im Dokument. Gewöhnliche Formularfelder, Links und Tags können so erhalten bleiben. Eine verkleinerte Fassung kommt nur infrage, wenn sie eine automatische Strukturprüfung besteht und dieselbe Anzahl an Seiten, Formularfeldern und Links hat wie das Original. Außerdem muss eine Tag-Struktur genau dann vorhanden sein, wenn das Original eine hat.

Die Seitenwerkzeuge arbeiten anders. Zusammenfügen, Teilen, Seiten löschen und Drehen übernehmen Seiten in eine neue PDF-Datei. Der Export als JPG oder PNG berechnet dagegen Bilder aus den Seiten; darin stecken nur Pixel, keine bearbeitbaren Felder oder anderen Dokumentfunktionen. Formularfelder gehören jedoch zum ganzen Dokument und nicht nur zu einer einzelnen Seite. Deshalb lehnen alle diese Werkzeuge vorsichtshalber jede PDF mit interaktiven Formularfeldern oder XFA ab, auch wenn das einzige Feld ein leeres Signaturfeld ist.

Welches Werkzeug welche Dokumentmerkmale annimmt
Merkmal in der PDFPDF komprimierenZusammenfügen, Teilen, Seiten löschen, Drehen, PDF in JPG oder PNG
Ausgefüllte digitale Signatur oder ZertifizierungAbgewiesenAbgewiesen
Leeres, unsigniertes SignaturfeldVerarbeitet wie ein gewöhnliches Formularfeld, wenn die übrige Datei geeignet istAbgewiesen, weil es ein interaktives Formularfeld ist
Gewöhnliche ausfüllbare Felder (AcroForm)Verarbeitet; die Feldanzahl wird automatisch mit dem Original verglichenAbgewiesen
XFA-FormularKeine eigene Abweisung, aber auch keine zugesicherte UnterstützungAbgewiesen
Verschlüsselte oder passwortgeschützte PDFAbgewiesenAbgewiesen
Links und andere AnmerkungenDie Anzahl der Links wird automatisch verglichenHinweis statt Abweisung; Funktion selbst prüfen
Eingebettete Dateien, PDF-Portfolios, optionale EbenenKeine eigene Abweisung, aber auch keine zugesicherte UnterstützungAbgewiesen
Felder automatisch flach machenNeinNein

Darum kann dasselbe Formular im Kompressor angenommen und beim Teilen abgelehnt werden. Die Werkzeuge erledigen verschiedene Aufgaben und haben deshalb verschiedene Regeln. Das Gleiche gilt für eine PDF mit leerem Signaturfeld: Zum Verkleinern kann sie infrage kommen, wenn sonst nichts dagegen spricht, für Seitenarbeiten wie Teilen oder Zusammenfügen nicht.

Der automatische Vergleich im Kompressor zählt Felder und Links, er führt sie nicht aus. Gleiche Anzahlen bedeuten nicht, dass Berechnungen, Formatregeln, Feldaktionen, Skripte oder Linkziele unverändert funktionieren. Für XFA-Formulare und Skripte gibt es keine eigene Funktionsprüfung. Was du nach dem Speichern selbst kontrollierst, steht im nächsten Abschnitt.

Die Vorschau kann deine Datei übrigens schon anzeigen, bevor ein Werkzeug sie ablehnt. Eine erfolgreiche Vorschau bedeutet also nicht, dass der gewählte Vorgang die Datei annimmt.

Flach machen ist keine unsichtbare Erhaltung

Beim Flachmachen, oft auch Reduzieren oder Flatten genannt, wird das sichtbare Erscheinungsbild von Feldern und Anmerkungen in den Seiteninhalt übernommen (QPDF-Dokumentation). Die Felder lassen sich danach nicht mehr bearbeiten: Eine Seite, die nur noch ausgefüllt aussieht, ist kein interaktives Formular mehr. Ob sie danach genauso aussieht wie vorher, hängt vom Programm, seinen Einstellungen und vom Formular ab, deshalb prüfst du das in der gespeicherten Datei. Unsere Werkzeuge machen Felder nicht automatisch flach. Manche Abläufe verbinden das Flachmachen mit dem Komprimieren. Dann ist es ein zusätzlicher Umbau, der die Funktion der Datei bewusst ändert, und keine unsichtbare Begleiterscheinung des Verkleinerns.

Aussehen reicht für Funktionsprüfung nicht

Eine Seitenvorschau zeichnet, wie eine Seite aussieht. Sie zeigt nicht, ob Felder noch rechnen, ob ein Link sein Ziel kennt, ob die Lesereihenfolge für Screenreader stimmt oder ob eine Signatur gültig ist. Auch die automatische Strukturprüfung hat Grenzen: Sie untersucht Syntax und Aufbau der Datei, sichert laut ihrer Dokumentation aber nicht zu, dass alle Inhalte vollständig der PDF-Spezifikation entsprechen (QPDF-Dokumentation). Vorhandene Tags belegen außerdem noch keine sinnvolle Lesereihenfolge.

Beweist die Vorschau dann PDF/A- oder PDF/UA-Konformität? Nein. Weder die Vorschau noch der automatische Vergleich bestätigt, dass eine Datei einen Archiv- oder Barrierefreiheitsstandard erfüllt. Wird Konformität verlangt, prüfst du die gespeicherte Datei mit einem eigens dafür vorgesehenen Validator.

Was die Vorschau zeigt und was du in der gespeicherten Datei gesondert prüfst
MerkmalWas die Vorschau zeigtWas du in der gespeicherten Datei prüfst
Sichtbares UnterschriftsbildOb das Bild an der richtigen Stelle erscheintOb es vollständig und gut erkennbar ist. Wer unterschrieben hat und ob der Inhalt seitdem unverändert ist, belegt das Bild nicht; ob die Datei zusätzlich digital signiert ist, siehst du nur im Signaturbereich
Digitale Signatur oder ZertifizierungHöchstens ein Erscheinungsbild, bei unsichtbaren Signaturen gar nichtsValidierungsstatus und Zertifikatsdetails im Signaturbereich deines PDF-Programms
Ausfüllbare FelderDie gespeicherte Darstellung der FelderEin Testfeld ändern, als separate Kopie speichern, erneut öffnen und benötigte Berechnungen oder Aktionen auslösen
Links und AnmerkungenMarkierungen und Kommentare, soweit sie gezeichnet werdenLinks anklicken, Ziele vergleichen, Kommentare öffnen
TextDie Schrift auf der SeiteWenn das Original durchsuchbaren Text hatte: ein bekanntes Wort suchen und eine Passage kopieren. Bei reinen Bildscans fehlt diese Funktion auch in der Kopie, weil keine Texterkennung stattfindet
Tags und LesestrukturNichts davonStruktur und Lesereihenfolge mit einem Werkzeug für Barrierefreiheit prüfen
PDF/A oder PDF/UANichts davonMit einem dafür vorgesehenen Validator prüfen, wenn die Konformität verlangt ist

So prüfst du die gespeicherte Kopie

  1. Speichere das Ergebnis als neue Datei und behalte das Original.
  2. Öffne die gespeicherte Datei in dem Programm, mit dem du oder dein Empfänger sie weiterverwendet, und nicht nur in der Vorschau dieser Website.
  3. Blättere durch alle Seiten, die du brauchst, und vergleiche kritische Stellen mit dem Original.
  4. Hatte das Original durchsuchbaren Text, suche in der Kopie nach einem Wort, das sicher darin vorkommt, und kopiere eine kurze Passage. Bei einem reinen Bildscan fügt das Verkleinern keinen durchsuchbaren Text hinzu.
  5. Ändere bei Formularen ein Testfeld, speichere eine separate Kopie, öffne sie erneut und löse die Berechnungen oder Aktionen aus, auf die es ankommt.
  6. Klicke wichtige Links an und prüfe, ob sie zum richtigen Ziel führen.
  7. Wenn PDF/A oder PDF/UA verlangt ist, prüfe die Datei mit einem passenden Validator.

Wie du Bildqualität und Dokumentfunktionen nach dem Verkleinern systematisch gegenüberstellst, zeigt der Ratgeber Darstellung und Funktionen vergleichen.

Geeignete Originalkopie und autorisierten Ablauf nutzen

Eine typische Lage: Ein Portal nimmt nur Dateien bis zu einer bestimmten Größe an, deine PDF ist aber bereits digital signiert. Als PDF drucken, Screenshots erstellen oder Seiten in Bilder umwandeln wirken dann wie Auswege. Sie erzeugen aber eine neue Datei, in der die Unterschrift höchstens noch als Bild zu sehen ist. Die digitale Signatur des Originals gehört nicht zu dieser neuen Datei, auch wenn die Tinte noch sichtbar ist.

Adobe verweist für nötige Änderungen auf eine unsignierte Originalfassung oder die Ausgangsdatei von der Person oder Stelle, die das Dokument erstellt hat, und empfiehlt, vor dem Signieren eine unsignierte Sicherung aufzubewahren (Adobe: Einschränkungen signierter PDFs). Daraus ergibt sich eine sinnvolle Reihenfolge: erst die Größe vorbereiten, dann signieren.

  1. Bewahre die signierte Datei unverändert auf. Sie bleibt der Nachweis dessen, was signiert wurde.
  2. Bitte die Person oder Stelle, die das Dokument erstellt oder signiert hat, um eine unsignierte Fassung oder die Ausgangsdatei.
  3. Verkleinere diese Fassung und prüfe die gespeicherte Kopie wie oben beschrieben. Direkt im Browser geht das hier: Unterstützte unsignierte PDF komprimieren.
  4. Behalte die verkleinerte, noch unsignierte Fassung als Sicherung.
  5. Lass die verkleinerte Fassung über den vorgesehenen Signaturablauf signieren und prüfe danach den Validierungsstatus in der Signaturliste.

Diese Reihenfolge ist ein praktischer Weg, keine Rechtsberatung und keine Zusage über die Gültigkeit. Ob die neu signierte Datei die Anforderungen deines Empfängers erfüllt, entscheiden der Signaturablauf und der Empfänger.

Gibt es keine unsignierte Fassung, frag beim Empfänger nach einem anderen Übermittlungsweg. Ob deine Dateien die genannten Grenzen tatsächlich überschreiten, kannst du vorher mit Upload-Limits prüfen nachrechnen. Ob bei einer E-Mail ein Link statt eines Anhangs passt, erklärt der Ratgeber PDF für E-Mail verkleinern.

Datenschutzeinstellungen

Wähle, ob du optionale Analyse und Werbung erlauben möchtest. In dieser unveröffentlichten Vorschau bleiben beide auch bei Zustimmung deaktiviert. Die Dokumentwerkzeuge funktionieren unabhängig davon. Du kannst deine Auswahl jederzeit über den Seitenfuß ändern.

Notwendige Einstellungen

Erforderlich

Deine Auswahl und das Farbschema werden lokal gespeichert. Die Dokumentwerkzeuge sind auch ohne optionale Dienste verfügbar.

Nicht aktiv

Optionale Messung der Nutzung. Derzeit nicht aktiv: Eine Zustimmung speichert deine Auswahl, aktiviert in dieser Vorschau aber keinen Analysedienst.

Nicht aktiv

Optionale Werbung. Derzeit nicht aktiv: Eine Zustimmung speichert deine Auswahl, aktiviert in dieser Vorschau aber keinen Werbedienst.

Optionale Analyse und Werbung sind deaktiviert.