Seiten markieren und den Rest speichern
In diesem Werkzeug bedeutet eine Markierung immer: entfernen. Das klingt selbstverständlich, wird aber leicht verwechselt. Beim Extrahieren gibst du die Seiten an, die du haben willst, hier gibst du die an, die verschwinden sollen. Willst du von einer langen Datei nur zwei oder drei Seiten behalten, ist es meist einfacher, stattdessen nur ausgewählte Seiten zu speichern.
- Lade unter „PDF auswählen“ die Datei, aus der Seiten verschwinden sollen. Das Werkzeug arbeitet immer mit genau einer PDF.
- Trag im Feld „Zu löschende Seiten“ die Seiten ein, die entfernt werden sollen, zum Beispiel 2, 4-6. Das Feld ist zu Beginn leer, du musst also mindestens eine Seite angeben.
- Alternativ markierst du unter „Seiten mit Klick auswählen“ die nummerierten Schaltflächen. Die Vorschau zeigt dir die jeweils aktive Seite, damit du siehst, welcher Inhalt hinter einer Nummer steckt. „Alle auswählen“ und „Auswahl leeren“ helfen bei größeren Änderungen.
- Klick auf „Seiten entfernen“. Im Ergebnis siehst du, wie viele Seiten die neue PDF hat, wie groß sie ist und wie viele Dateien entstanden sind. Hier ist das immer genau eine PDF, ein ZIP-Archiv brauchst du nicht.
- Lade die neue PDF herunter, öffne sie und blättere sie einmal durch, bevor du sie weitergibst.
So liest das Werkzeug deine Eingabe
- Gezählt wird ab 1 in der Reihenfolge der Datei. Die erste Seite der PDF ist Seite 1, ganz gleich, welche Zahl auf ihr gedruckt steht.
- Einzelne Seiten trennst du mit einem Komma. Bereiche schreibst du mit Bindestrich und von klein nach groß, 4-6 steht also für die Seiten 4, 5 und 6.
- Ein absteigender Bereich wie 6-4, eine doppelt genannte Seite oder eine Nummer hinter der letzten Seite wird abgelehnt. Semikolons versteht das Feld nicht als Trennzeichen.
- Die Reihenfolge deiner Eingabe ändert nichts am Ergebnis: Die verbleibenden Seiten stehen in der neuen PDF genauso hintereinander wie im Original. Zum Umsortieren ist dieses Werkzeug nicht gedacht.
- Leere Seiten erkennt das Werkzeug nicht von selbst. Sieh sie dir in der Vorschau an und trag ihre Nummern ein wie bei jeder anderen Seite.
Ein Beispiel: Deine PDF hat acht Seiten, und du trägst 2, 4-6 ein. Damit sind vier Seiten markiert, nämlich 2, 4, 5 und 6. Übrig bleiben die Seiten 1, 3, 7 und 8, die in der neuen PDF als Seiten 1 bis 4 erscheinen.
Rechne vor dem Start kurz nach: Seiten im Original minus markierte Seiten ergibt die Seitenzahl der neuen PDF, hier also 8 − 4 = 4. Zeigt das Ergebnis eine andere Zahl als erwartet, passt die Auswahl nicht zu dem, was du vorhattest.
Mindestens eine Seite bleibt
Alle Seiten auf einmal zu löschen, geht nicht. Eine PDF ohne Seiten wäre keine brauchbare Datei, deshalb lehnt das Werkzeug jede Auswahl ab, die sämtliche Seiten erfasst. Das gilt auch, wenn du dafür „Alle auswählen“ benutzt hast. Nimm in diesem Fall mindestens eine Seite, die du brauchst, aus der Markierung heraus und starte erneut. Bei einer achtseitigen PDF wird 1-8 also abgelehnt, während 1-7 eine neue PDF ergibt, die nur noch die frühere Seite 8 enthält. Deine Originaldatei löscht das Werkzeug in keinem Fall.
Original behalten, Auswahl prüfen
Die Datei, die du lädst, wird nicht verändert. Das Werkzeug baut aus den behaltenen Seiten eine neue PDF und gibt ihr einen eigenen Namen. Aus beispiel.pdf wird zum Beispiel beispiel-seiten-entfernt.pdf, wobei problematische Zeichen und sehr lange Namen angepasst werden. Weil das Original auf deinem Gerät bleibt, kannst du jederzeit von vorn anfangen.
Bis zum Klick auf „Seiten entfernen“ kannst du die Auswahl beliebig ändern. Du kannst Nummern im Feld korrigieren, eine markierte Schaltfläche erneut anklicken, um die Markierung aufzuheben, oder mit „Auswahl leeren“ neu beginnen. Setzt du das Werkzeug ganz zurück, gelten wieder die Standardeinstellungen, und die geladene Datei wird aus dem Werkzeug entfernt. Auf deinem Gerät bleibt sie dabei unverändert.
Änderst du nach einem Durchlauf die Auswahl, verschwindet das bisherige Ergebnis mitsamt Download. So kannst du nicht versehentlich eine Fassung speichern, die nicht mehr zu deiner aktuellen Auswahl passt. Ein Beispiel für eine solche Korrektur:
- Du entfernst 2, 4-6 aus einer achtseitigen PDF und erhältst eine neue PDF mit 4 Seiten.
- Beim Durchsehen merkst du, dass die frühere Seite 5 doch gebraucht wird.
- Du änderst die Eingabe auf 2, 4, 6. Das erste Ergebnis wird verworfen.
- Nach einem erneuten Klick auf „Seiten entfernen“ hat die neue PDF 5 Seiten, nämlich die früheren Seiten 1, 3, 5, 7 und 8.
Die Vorschau im Werkzeug ersetzt nicht den Blick in die gespeicherte Datei. Öffne die heruntergeladene PDF und prüf, ob genau die Seiten fehlen, die fehlen sollen. Das Werkzeug weist außerdem darauf hin, dass beim Kopieren der Seiten nicht alle dokumentweiten Bestandteile garantiert mitkommen. Was das konkret bedeutet, steht weiter unten bei den Fragen zu unterstützten Dokumenten.
Seitennummern nach dem Löschen
Beim Löschen spielen drei verschiedene Zahlen eine Rolle: die Position einer Seite im Original, ihre Position in der neuen PDF und die Seitenzahl, die auf der Seite gedruckt ist. Das Werkzeug arbeitet ausschließlich mit Positionen. Die gedruckte Zahl gehört zum Inhalt der Seite und bleibt genau so stehen, wie sie ist.
Ein erfundenes Beispiel: Deine PDF ist ein Auszug aus einem längeren Bericht. Auf Position 3 steht unten „Seite 12“. Du löschst Position 1. In der neuen PDF rückt diese Seite auf Position 2, trägt aber weiterhin den Aufdruck „Seite 12“.
Umgekehrt gilt dasselbe: Löschst du die ersten beiden Seiten, steht die frühere Seite mit dem Aufdruck 3 in der neuen PDF auf Position 1. Bei Dokumenten mit Deckblatt oder separat nummeriertem Vorspann weicht die gedruckte Zahl oft schon im Original von der Position ab. Wähle deshalb immer nach Position und zähl im Zweifel in der Vorschau nach. Bearbeitest du die Datei danach weiter, etwa um verbleibende Seiten auszurichten, gelten die neuen Positionen.
Verweise und Links nachprüfen
Ein Inhaltsverzeichnis mit „siehe Seite 14“, Querverweise im Text oder ein anklickbarer Link auf eine Seite, die es nicht mehr gibt: Das alles passt das Werkzeug nicht an. Es nummeriert nicht neu und repariert keine Links, und auch Lesezeichen bleiben nicht garantiert erhalten. Öffne die neue PDF deshalb, probier Links und Lesezeichen aus und prüf, ob Verweise noch auf vorhandene Seiten zeigen. Muss ein Verzeichnis stimmen, passt du es am besten in der Vorlage an, aus der die PDF entstanden ist, sofern du sie hast.
Weniger Seiten sind kein fester Sparwert
Oft werden Seiten gelöscht, weil eine Datei zu groß für den Versand ist. Das kann helfen, nur eben nicht im Verhältnis der Seitenzahl. Eine PDF speichert Schriften, Logos und andere Bestandteile häufig nur einmal und verwendet sie auf mehreren Seiten. Behältst du vier von acht Seiten, heißt das deshalb nicht, dass die Datei halb so groß wird. Umgekehrt kann eine einzige Seite mit einem großen Scan mehr ausmachen als viele reine Textseiten.
Zwei gedachte Fälle mit je acht Seiten, ohne Messwerte:
- Ein Textbericht, bei dem alle Seiten dasselbe Logo und dieselben Schriften nutzen: Diese Bestandteile werden auch für die vier verbleibenden Seiten gebraucht. Die neue PDF kann deshalb deutlich mehr als die Hälfte der ursprünglichen Größe behalten.
- Ein Antrag, bei dem die gelöschten Seiten große eingescannte Belege waren: Hier kann die Datei stärker schrumpfen, als der Anteil der gelöschten Seiten vermuten lässt.
Verlässlich ist nur die tatsächliche Größe, die das Ergebnis anzeigt und die du an der gespeicherten Datei siehst. Reicht das nicht, leg zuerst endgültig fest, welche Seiten du brauchst, und lass die gekürzte PDF verkleinern. In dieser Reihenfolge komprimierst du keine Seiten, die du hinterher ohnehin löschst. Gibt ein Portal Grenzen vor, kannst du vor dem Hochladen Dateigröße und verbleibende Seitenzahl prüfen.
Seiten entfernen ist keine Schwärzungsfunktion
Das Werkzeug arbeitet mit ganzen Seiten: Eine Seite gehört zur neuen PDF oder eben nicht. Eine behaltene Seite kommt mit ihrem gesamten Inhalt mit, also mit Text, Bildern und auch dem einen Absatz, den niemand sehen soll. Einzelne Wörter, Zeilen oder Bildbereiche kannst du hier nicht entfernen, und Text bearbeiten kann das Werkzeug nicht.
Es ist auch kein Werkzeug zum sicheren Schwärzen und keines, das Metadaten bereinigt. Dokumentweite Angaben werden nicht gezielt geprüft oder entfernt, und es gibt keine Zusicherung, dass von gelöschten Seiten keinerlei Spuren in der Datei bleiben.
Ein Beispiel: In einer Bewerbungsmappe soll eine Seite mit Gehaltsnachweisen nicht mitgehen. Ist das eine eigene Seite, die der Empfänger nicht braucht, markierst du sie. In der gespeicherten PDF ist sie dann keine Seite mehr. Das Werkzeug sichert aber nicht zu, dass keinerlei Spuren davon in der Datei bleiben. Muss das sicher ausgeschlossen sein, erstellst du die Mappe besser aus deinen Ausgangsdateien neu, ohne diese Seite. Alternativ nutzt du ein Werkzeug, das ausdrücklich zum Bereinigen vertraulicher Inhalte gedacht ist. Steht die Gehaltsangabe dagegen im Anschreiben, das du mitschicken musst, hilft das Löschen von Seiten nicht weiter. Für vertrauliche Stellen innerhalb einer Seite brauchst du eine Funktion, die ausdrücklich zum Schwärzen gedacht ist. Ein darübergelegtes schwarzes Rechteck ist nicht dasselbe, denn der Text darunter kann in der Datei erhalten bleiben.
Häufige Fragen zu unterstützten Dokumenten
Welche PDFs kann ich laden?
Du kannst eine gewöhnliche PDF mit bis zu 50 MiB und 250 Seiten laden. Die neue PDF darf höchstens 100 MiB groß werden. Einige Dateiarten lehnt das Werkzeug vorsorglich ab: PDFs mit Formularfeldern, digitalen Signaturen oder Zertifizierungen, verschlüsselte oder passwortgeschützte PDFs, PDF-Portfolios, PDFs mit eingebetteten Dateien und PDFs mit optionalen Ebenen. Solche Funktionen hängen am gesamten Dokument. Das Werkzeug erzeugt deshalb keine neue Datei, in der sie stillschweigend fehlen oder nicht mehr gültig sind. Stattdessen bekommst du einen klaren Hinweis. Einen Passwortschutz entfernt das Werkzeug nicht.
Was passiert mit Lesezeichen, Links und Kommentaren?
Der sichtbare Inhalt der behaltenen Seiten wird in die neue PDF kopiert. Für dokumentweite Bestandteile wie Lesezeichen, Titel- und Autorangaben oder Eigenschaften nach PDF/A und PDF/UA gibt es keine Garantie. Enthalten die Seiten einfache Anmerkungen oder Links, weist dich das Werkzeug darauf hin. Ob sie in der neuen PDF wie gewohnt funktionieren, prüfst du am besten direkt in der gespeicherten Datei.
Wird meine PDF dafür hochgeladen?
Nein. Die Datei wird direkt in deinem Browser verarbeitet, und das Werkzeug schickt sie dafür an keinen Server. Die neue PDF entsteht auf deinem Gerät und wird von dort gespeichert.
Funktioniert das auch auf Mac, iPhone oder Android?
Das Werkzeug läuft im Browser, ein eigenes Programm brauchst du nicht. Lokal geprüft wurde es in Chromium-basierten Browsern, in Firefox und in der WebKit-Engine unter Windows. Die Prüfung lief jeweils mit Fensterbreiten für Desktop und Smartphone und mit eigens erstellten Testdateien. Die gespeicherten Ergebnisse wurden danach erneut geöffnet. WebKit unter Windows ist nicht dasselbe wie Safari. Safari selbst sowie echte iPhones, Android-Smartphones und Tablets wurden nicht geprüft. Öffne deshalb die heruntergeladene Datei und kontrolliere sie, bevor du sie weitergibst.